In der Nacht zu Samstag (18. April 2020) haben zwei Männer Einsatzkräfte der Polizei Lebach mit Macheten bedroht. Erst als diese mit dem Gebrauch ihrer Dienstwaffen drohten, legten die Männer ihre Waffen nieder. Bei der darauf folgenden Festnahme leisteten die Männer allerdings noch heftigen Widerstand.
Saarland/Schmelz
Junge Männer mit Macheten in Schmelz unterwegs
Samstagnacht gegen etwa 00.30 Uhr wurde die Polizei Lebach alarmiert, weil Passanten drei junge Männer in der Gresaubacher Straße in Schmelz gesichtet hatten, die mit Macheten bewaffnet waren. Die Polizei Lebach schickte umgehend einen Streifenwagen zu der Örtlichkeit. Vor Ort entdeckten die Polizeibeamten zwei Personen, die beim Erblicken des Streifenwagens unmittelbar die Flucht ergriffen.
Männer bedrohen Polizei mit Macheten
Die beiden Flüchtenden konnten jedoch kurze Zeit später durch die Einsatzkräfte gestellt werden. Daraufhin zogen die beiden Männer plötzlich jeweils eine Machete aus dem Hosenbund und bedrohten die Polizeibeamten damit. Nur unter Vorhalt der Dienstwaffe und Androhung des Schusswaffengebrauchs legten die Täter die Macheten nieder.
Polizistin bei Festnahme verletzt
Beide Täter konnten anschließend mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Lebach sowie der Polizeiinspektion Saarlouis festgenommen werden. Gegen die Festnahme leisteten beide Männer laut Angaben der Polizei Widerstand, wodurch eine Polizeibeamtin leicht verletzt wurde. Während der Festnahme habe einer der Männer außerdem einen Polizisten angehustet und versucht ihn anzuspucken. Daneben haben die Männer die eingesetzten Beamten massiv beleidigt und bedroht.
Mehrere Strafverfahren in Gang gesetzt
Bei den Tätern handelte es sich laut Angaben der Polizei um einen 18-jährigen Mann aus Schmelz, sowie einen 24-jährigen Mann aus Saarbrücken. Beide wurden in Gewahrsam genommen. Der 24-jährige Saarbrücker stand bei der Tat unter Einfluss von Alkohol und Drogen. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.
Gegen die beiden Männern wurden Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Bedrohung sowie Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und das Waffengesetz eingeleitet.

