Ab diesem Montag setzt die Politik auf vorsichtige Lockerungen der harten Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus. Diese Freiheit sollte mit Bedacht genutzt werden, mahnt der Kanzleramtschef.
BERLIN | Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat an die Menschen in Deutschland appelliert, die Lockerungen der harten Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise diszipliniert und mit Bedacht zu nutzen.
«Jetzt geht es darum, die Disziplin, die wir beim zu Hause bleiben gezeigt haben, auch in andere Bereiche zu übertragen», sagte Braun der dpa in Berlin. Wenn die Infektionszahlen wieder zu stark steigen würden, «werden wieder mehr Einschränkungen nötig werden, weil sonst ein Teufelskreis entsteht».
Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass von diesem Montag an Geschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Ebenfalls erlaubt ist dies – unabhängig von ihrer Größe – auch Kfz- und Fahrradhändlern sowie Buchhandlungen. Einzelne Bundesländer setzen die Entscheidungen allerdings unterschiedlich je nach den örtlichen Gegebenheiten um.
Der Kanzleramtschef mahnte: «Im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz und auch in den Schulen und Hochschulen müssen wir die Disziplin entwickeln, die Hygiene- und Abstandsregeln im Alltag einzuhalten.» Dies sei schwieriger als zu Beginn der Beschränkungen. «Aber je besser wir es schaffen, desto mehr können wir schrittweise zu einem weitgehend normalen Wirtschafts- und Sozialleben zurückkehren.»

