Boateng: Pokalsieg mit Eintracht „steht ganz oben bei mir auf der Liste“

Kevin-Prince Boateng hat in seiner Karriere für zahlreiche Klubs gespielt, darunter Vereine mit Weltrang wie die AC Mailand oder der FC Barcelona. Mit beiden gewann er die jeweilige Landesmeisterschaft. Doch der Erfolg, der dem ehemaligen Ghanaischen Nationalspieler am wichtigsten ist, ist der DFB-Pokalsieg mit Eintracht Frankfurt im Jahr 2018.

„Das steht ganz oben bei mir auf der Liste“, betont der 33-Jährige gegenüber Sport1. Die Hessen waren ein Jahr zuvor im Finale nur knapp gegen Borussia Dortmund unterlegen und leckten dadurch Blut. Boateng, der anschließend zum Team stieß, sorgte für weitere Motivation. „Ich habe die ganze Saison über gesagt: ‚Männer, wir gewinnen den Pokal.’“ Dieses Selbstvertrauen nahm der Berliner auch mit ins Finale gegen den vermeintlich übermächtigen FC Bayern.WERBUNGabout:blank

„Da können Real und Barca kommen“

„Nach dem Halbfinale habe ich die Jungs in den Arm genommen und gesagt: ‚Wir gewinnen das Ding, egal ob wir gegen die Bayern spielen. Da können Real Madrid und Barcelona zusammen kommen.’“ Boateng sollte recht behalten, er selbst gab Ante Rebic dabei den Assist zum 1:0-Führungstreffer. Der Mittelfeldmann stellte sich anschließend auch als Feierbiest heraus, prägte die Pokal-Party der Eintracht mit einer legendären Imitation von Rebic („Bruder, schlag den Ball lang!“). Dabei war der Erfolg für Boateng auch ein ganz persönlicher.

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„Rote Schleife“ um die Karriere in Deutschland

„Dieser Titel war so speziell für mich, weil ich ihn Zuhause im Olympiastadion, in meinem Wohnzimmer, geholt habe. Alle Personen, die wichtig sind in meinem Leben, haben das miterlebt“, berichtet der Routinier. Zudem empfand er es so, als habe er um eine bewegte Geschichte mit Fußball-Deutschland „die rote Schleife“ gemacht. Immerhin galt Boateng einst als Riesen-Talent, dann als Enfant terrible und zeitweise gar als Persona non grata. „Ich habe auf dem Spielfeld so geweint, weil für mich klar war, dass ich die Eintracht und Deutschland verlasse“, erinnert er die Momente nach seinem 36. und letzten Spiel für Frankfurt.

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