BAMF führt über 416.000 Migranten mit Geburtsdatum 1. Januar

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) führt 416.420 Migranten mit dem Geburtsdatum 1. Januar. Dies geht aus einer Auswertung des bei der Behörde angesiedelten Ausländerzentralregisters (AZR) hervor, über welche die „Welt“ berichtet. Die häufigsten eingetragenen Staatsangehörigkeiten waren zum Stichtag 31. März demnach Syrien (rund 123.000), Türkei (85.000), Afghanistan (60.000) und Irak (30.000).

Mit Abstand folgen Eritrea (16.000), Marokko (10.000), Somalia (9.000), ungeklärte Staatsangehörigkeit (8.000), Pakistan (6.000) und der Libanon (4.000). Laut der Auswertung, die der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer bei der Bundesregierung angefragt hatte, reisten mehr als ein Viertel (121.000) der mit dem Geburtsdatum 1. Januar registrierten Ausländer im Jahr 2015 ein, ein weiteres gutes Viertel (116.000) danach und die übrigen schon vorher.

„Die Erfassung von Personendaten sieht hinsichtlich des Geburtsdatums zwingend die Angaben zu einem genauen Geburtstag vor. Bei ungesicherten Angaben zum Geburtstag ist es grundsätzliche Praxis, das Geburtsdatum auf den 1. Januar des Geburtsjahres festzulegen, nicht in allen Ländern und Kulturen werden Geburtsdaten auf den Tag und Monat genau registriert“, teilte das BAMF hierzu mit.

Das Bundesinnenministerium hatte schon vor mehr als einem Jahr zu diesem Thema erklärt: „Das Datum 1. Januar wird erfasst, wenn Asylsuchende keine Pass- oder sonstigen Identitätspapiere vorweisen können und lediglich ihr Geburtsjahr, jedoch nicht den genauen Tag oder Monat kennen.“ Im Jahr 2019 legte laut Ministerium jeder zweite Asylbewerber (49 Prozent) über 18 Jahren keine Identitätsdokumente vor.

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