Nach Angriff auf BILD-Reporter: Das war nicht Sidos erster Ausraster!

Am Donnerstag (14.05.) hatte der umstrittene Rapper Sido ein Kamerateam von BILD angegriffen und deren Ausstattung demoliert, nachdem dieses ein Interview mit ihm durchführen wollte. Doch es war nicht der einzige Ausraster von Sido …

bfbfbfbf—-Sidos K.o.-Schlag gegen Heinzl im Video – B.Z. Berlin

Am Donnerstag machte sich ein Kamerateam von BILD auf den Weg zu Sidos Privatanwesen, um mit ihm ein Interview zu seinen Corona-Verschwörungstheorien durchzuführen. Allerdings kam alles anders: Nachdem der umstrittene Rapper mehrfach das Team beleidigte und bedrohte stürmte er aus seinem Gartentor und griff die Journalisten unmittelbar an – dabei beschädigte er auch ein Mikrofon, das er zuvor einer Reporterin aus der Hand schlug.

Am Ende gab er den BILD-Journalisten noch einmal in beleidigender und bedrohender Form zu verstehen, dass sie sich von der Straße vor seinem Haus verziehen sollen: „Verpisst euch, ihr Wichser“, sagte Sido, der sich gerade noch so beherrschen konnte.

BILD hatte die gemachten Videoaufnahmen anschließend veröffentlicht. Doch klar ist auch: Das, was da passierte, war nicht Sidos erster Ausraster – bereits öfter hat der Rapper in seiner Vergangenheit schnell mal die Fassung verloren. BILD.ONLINE zeigt, wie oft und in welchem Ausmaß der Rapper bereits ausgerastet ist.



Nicht zum ersten Mal Reporter angegriffen

Sido ist nicht gerade für seine zurückhaltende Art bekannt. Und auch ist es nicht das erste Mal, dass es seinerseits zu Auseinandersetzungen mit Reportern kommt – nach dieser Geschichte kann sogar von Glück gesprochen werden, dass den BILD-Reportern nicht mehr passiert ist!

Eine Rangelei mit einem Fernseh-Moderator hatte Rapper Sido seinen Job in einer österreichischen Casting-Show gekostet. Der damals 31-Jährige hatte nach der Live-Sendung „Die große Chance“ an einem Freitagabend mit dem Journalisten Dominic Heinzl geschlagen, bestätigte der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ORF einen Tag später. „Gewalt ist indiskutabel! Wir tolerieren derartiges Verhalten nicht und beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit“, sagte die ORF-Fernsehdirektorin des ORF Kathrin Zechner.

Während der Live-Show hatte Sido den Reporter als „Dominic Hampel“ bezeichnet. Der Fernsehmann suchte direkt nach Ende der Sendung das Gespräch mit Sido. Da hatte der Hiphop-Künstler zugeschlagen und den Reporter zu Boden gebracht. Die Männer wurden von Sicherheitskräften getrennt. Heinzl konnte nach dem Vorfall seine Interviews fortsetzen.

Darüberhinaus bezeichnete der Rapper die verstorbene Mutter des ORF-Reporters als „Hure“.


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Sido auf Zerstörungskurs: Wenn kein Reporter, dann der Fernseher …

Der scheinbar chronisch von Wutanfällen geplagte Rapper muss öfters mal seine Wut auslassen, wofür er schon vor der BILD-Attacke bekannt war – und wenn gerade kein Reporter in der Nähe ist, dann nimmt sich Sido den Fernseher vor!

In seiner Youtube-Sendung „Zuhause mit Sido“ hat der Rapper gegen seinen Kumpel und Festival-Moderator Damion Davis (4 Blocks) das Spiel Super Mario Kart 8 Deluxe auf der Nintendo Switch gespielt.

Doch dann passiert es: Der Deutsch-Rapper hat sich nicht mehr unter Kontrolle und zerstört seinen TV …

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Im Spiel gegen Damion Davis startete er anfangs noch siegessicher mit den Worten „Tschüssi!“ ins Spiel – als er sich jedoch seiner Pechsträhne bewusst wurde, eskalierte die Situation.

„Ich werde sauer! Ich weiß nicht, wie viele Rennen wir fahren. Ich weiß nur, dass ich gleich jemanden schlage“, so der Rapper.

Die Niederlage will Sido nicht auf sich sitzen lassen und stichelt sichtlich genervt gegen seinen Kontrahenten: „Es ist einfach eine Frechheit. Mich nicht gewinnen zu lassen in meiner Sendung, das ist eine Frechheit“, sagte Sido. Und weiter: „So, Damion, jetzt lässt Du mich gewinnen. Hast Du verstanden?“ – Noch versucht er es mit bloßen Worten … doch schon bald sollte die Situation eskalieren!

Doch auch in der zweiten Runde hat Sido das Glück nicht auf seiner Seite und schäumt vor Wut … Plötzlich schmeißt er seinen Controller auf den Boden – der wiederum fliegt genau in den Fernseher und verursacht einen Totalschaden. „Es ist einfach zum Kotzen“, schlussfolgert der Rapper nach seinem folgenreichen Ausraster.



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Auch mit dem Gesetz ist der gebürtige Berliner, der bürgerlich Paul Würdig heißt, bereits öfter aneinander geraten, wie sein Vorstrafenregister zeigt.

So wurde der Rapper nach einer Flaschen-Attacke auf einen Mann zu einer Haftstrafe von neun Monaten verurteilt, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurde – darüberhinaus verdonnerte ihn das Berliner Amtsgericht zu einer Zahlung von 15 000 Euro an die Justizkasse. Das damalige Opfer von Sido wurde bei dem Angriff verletzt.

Der Angriff auf das BILD-Kamerateam sollte zu denken geben – denn es war nicht nur ein Angriff auf die Journalisten, sondern auch ein Angriff auch eines der höchsten Güter der Bundesrepublik Deutschland, die Pressefreiheit.