Der Norden macht sich nach Wochen etwas locker. An den Stränden von Nord- und Ostsee kehrt das Leben Stück für Stück zurück. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein dürfen ab jetzt wieder Touristen einreisen – auch Mecklenburg-Vorpommern hat entsprechende Maßnahmen angekündigt. Für einen Urlaub im Corona-Modus gelten allerdings einige Regeln!

Die Tourismus-Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben für die Tourismus-Branche ab Ende Mai einige Lockerungen in Aussicht gestellt. Nach Niedersachsen dürfen die Touristen schon wieder zurückkehren und die Nordsee genießen.
Urlaub an der Nordsee: Tourismus in Niedersachsen wieder erlaubt
Seit dem heutigen Montag hat Niedersachsen als erstes norddeutsches Bundesland die Touri-Regeln aufgeweicht. Zunächst sind nur Übernachtungen in Ferienwohnungen und Campingplätzen möglich. Dabei gilt eine jeweilige Auslastung von 50 Prozent der verfügbaren Plätze.
Außerdem gibt es für den geplanten Urlaub an der Nordsee die „Wiederbelegungsfrist“. Diese besagt, dass aufgrund der Corona-Pandemie eine Ferienunterkunft nur einmal innerhalb von sieben Tagen neu belegt werden darf, selbst wenn ein Mieter nur einige Tage in einer Ferienunterkunft bleibt.
Urlaub an der Nordsee: Hotels in Niedersachsen müssen sich gedulden
Hotels, Pensionen und Jugendherbergen müssen sich in Niedersachsen noch etwas gedulden. Der Plan sieht vor, dass sie ab dem 25. Mai wieder Gäste empfangen dürfen. Auch hier mit Einschränkungen.
Touristen können bereits wieder in Restaurants und Gaststätten, diese öffnen aber „nur“ mit 50 Prozent ihrer Platzkapazitäten. Gäste müssen vorher reservieren und ihre Kontaktdaten im Restaurant hinterlegen, damit das Gesundheitsamt im Notfall eine mögliche Corona-Infektionskette nachverfolgen kann.
Büffets und Selbstbedienung sind trotz der Lockerungen in den Restaurants nach wie vor untersagt. Discos, Bars und Kneipen bleiben geschlossen.
Urlaub an der Nordsee: Nicht alle Strände in Niedersachsen werden geöffnet
Tierparks, Museen und Freilichtmuseen sind in Niedersachsen wieder für Besucher geöffnet. Ab dem 25. Mai sollen dann auch alle anderen Outdoor-Freizeiteinrichtungen folgen – allerdings noch mit Restriktionen.
Die Strände in Niedersachsen sind ebenfalls wieder für Touristen zugänglich, die Urlaub an der Nordsee machen möchten. Für Tagestouristen ist auch der Strand in Cuxhaven wieder geöffnet. Dort gelten allerdings die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln.
Urlaub an Nordsee und Ostsee: Touristen dürfen wieder nach Schleswig-Holstein
Das Einreiseverbot für Touristen ist gekippt. Bis zum 18. Mai durften nur Zweitwohnbesitzer und Dauercamper nach Schleswig-Holstein einreisen. Jetzt ist der Urlaub an der Nordsee und Ostsee in dem nördlichen Bundesland wieder möglich – auch für Tagestouristen.
Allerdings weist das Land die Gäste darauf hin, sich immer auch an den Gastgeber oder den örtlichen Tourismus-Verband wegen möglicher regionaler Unterschiede zu wenden. Ab sofort entfällt ebenfalls das Betretungsverbot für die Inseln und Halligen in Schleswig-Holstein.
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) befürchtet einen großen Touristen-Ansturm an Himmelfahrt und Pfingsten in Schleswig-Holstein. Um das zu vermeiden, kündigte er harte Kontrollen an Badeorten und den Stränden an.
Die Auflagen bei den Ferienunterkünften sehen unter anderem die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen vor. Gemeinschaftsräume, Schwimmbäder und Saunabereiche sollen weiterhin geschlossen bleiben.
Zeitgleich mit der Öffnung für Touristen, darf auch die Gastronomie in Schleswig-Holstein wieder loslegen. Um 22 Uhr müssen die Restaurants und Gaststätten allerdings schließen. Auch hier müssen die Abstandsregeln, zum Beispiel zwischen den einzelnen Tischen, eingehalten werden.
Unternehmen kann man dann in Schleswig-Holstein wieder einiges: Die Museen, botanischen Gärten und Galerien haben mithilfe von Hygiene-Konzepten für Besucher geöffnet.
Urlaub an der Ostsee: Mecklenburg-Vorpommern öffnet erst für Einheimische
Auch Mecklenburg-Vorpommern macht sich startklar für eine Wiedereröffnung des Landes für Touristen. Bereits ab dem 18. Mai können Einheimische in Hotels und Ferienwohnungen – ab dem 25. Mai folgen dann die Touristen aus der restlichen Republik – sofern die Regionen nicht als Risikogebiet eingestuft sind.
Allerdings muss beim Urlaub an der Ostsee ein kontaktloses Ein- und Auschecken gewährleistet sein, dazu zählt auch die Schlüsselübergabe. Bei Ferienwohnanlagen mit gemeinsamen Eingängen muss es möglich sein, auf den Fluren oder Parkplätzen der Mindestabstand einzuhalten.
Urlaub an der Ostsee: So sind die Regeln in Mecklenburg-Vorpommern
Essen gehen kann man in Mecklenburg-Vorpommern bereits wieder seit dem 9. Mai. Die Restaurants und Gaststätten dürfen zwischen 6 und 21 Uhr öffnen, an den Tischen maximal sechs Personen sitzen. Das Service-Personal muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen, die Gäste den Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten.
Während die Ferienwohnungen nur mit 60 Prozent Kapazität öffnen dürfen, gilt das auf den rund 200 Campingplätzen derzeit nicht. Dafür müssen große Abstände zwischen den Wohnwagen und Zelten bleiben und die sanitären Anlagen die hygienischen Erfordernissen erfüllen.
Ab heute dürfen Boote, Fahrräder und Strandkörbe wieder vermietet werden. An einigen Stränden in Mecklenburg-Vorpommern tummeln sich bereits die ersten Gäste in den Strandkörben – unter Wahrung der Abstandsregeln. Museen und Gedenkstätten können von den Touristen bei einem Urlaub wieder besichtigt werden.

