Polizeieinsatz in Promi-Restaurant: FDP-Chef Christian Lindner umarmt Bekannten

Berlin Wochenlang waren Cafés und Restaurants wegen der Corona-Maßnahmen geschlossen. Lediglich per Lieferservice durfte serviert werden. Im Zuge der Lockerungen darf man nun aber wieder auswärts essen gehen.

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Entsprechend groß war der Andrang an Gästen – auch im Promi-Restaurant „Borchardt“ in Berlin-Mitte. Bis zu 300 Gäste hatten sich zeitweise in den Räumlichkeiten aufgehalten, bestätigte die Polizei auf Anfrage des „Stern“. Es sei eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen Nichtbeachtung des Mindestabstandes eingeleitet worden.

Christian Lindner umarmt Bekannten im „Borchardt“

Unter den prominenten Gästen an diesem Freitagabend befand sich auch FDP-Chef Christian Lindner. Pikant  war sein Aufenthalt in dem Edel-Restaurant allerdings nicht nur aufgrund der vielen anderen Gäste, die sich dort tummelten.

Ein Foto, das die B.Z. kurz darauf veröffentlichte, zeigt Lindner, wie er bei dem Anlass gegen gleich mehrere Corona-Regeln verstößt.

Lindner traf sich im „Borchardt“ mit einem Bekannten, dem Unternehmer Steffen Göpel. Bei der Begrüßung fielen sich die beiden Männer in die Arme, womit sie gegen die Abstandsregeln verstießen.

Der FDP-Politiker trug zudem seinen Mundschutz falsch, seine Maske hing bei der Begrüßung unter dem Kinn, wie das Foto eindeutig zeigt.

Das Foto wurde anschließend in sozialen Netzwerken verbreitet und löste viel Kritik und Spott aus.

Christian Lindner nennt Vorfall „Fehler“

FDP-Chef Christian Lindner hat die Umarmung inzwischen als Fehler genannt. „Die spontane Umarmung bei der Verabschiedung war ein Fehler, wie er unter Freunden nach einem Abend leider passiert“, sagte er dem „Spiegel“.

Der Vorfall sei „kein Vorsatz“ gewesen, sondern „Unkonzentriertheit“, sagte Lindner. Am Ende „bleibt man Mensch“.

Nach den geltenden Abstandsregeln müssen Menschen, die nicht in einem Haushalt leben, mindestens anderthalb Meter Abstand zueinander halten.