Seoul – Der südkoreanische FC Seoul hat sich in der Corona-Krise einen Skandal geleistet, der selbst deutsche Hauptstadtclub-Verhältnisse übertrifft. Um der Geisterstimmung im Stadion Herr zu werden, ließ der Verein Sexpuppen auf den Rängen platzieren.

Pappkameraden in Gladbach, Riesenbanner in Leverkusen, Vereinstrikots in Köln (hier lesen Sie mehr) – das Rheinland ist dieser Tage sowas wie das Silicon-Valley der kreativen Ideen gegen Langeweile bei Geisterspielen. Doch nicht nur in der Bundesliga rollt inzwischen wieder der Ball.
Sexpuppen als Problemfans in Südkorea
In Südkorea, das sich bislang ansonsten tadellos durch die Corona-Krise manövriert hat, standen Fußballclubs am Wochenende vor einer ähnlichen Herausforderung. Einem findigen Geist des FC Seoul, gingen die rheinischen Ersatz-Fans offenbar nicht weit genug: Sexpuppen mussten es sein.

Dabei wurden natürlich nicht jene aufblasbaren Luftmatratzen-Damen verwendet, die man hierzulande von Klamauk-Filmen und Junggesellenabschieden kennt, sondern so genannte „Real Dolls“.
Südkorea: Ärger wegen „Fan-Aktion“
Die künstlichen Partnerinnen revolutionieren in den vergangenen Jahren den fernöstlichen Erotik-Markt und sehen so täuschend echt aus, dass vielen Zuschauern die wahre Bestimmung der Silikon-Fans zunächst nicht auffiel.
Zum Verhängnis wurde dem Club, dass einige der Puppen statt Anfeuerungen offenbar Werbe-Slogans für einen Sex-Shop in die Höhe reckten – ein deutlicher Sittenverstoß in einem Land, in dem die Herstellung von Pornos illegal ist.
Sexpuppen pushen Korea-Club zum Sieg
Der Club entschuldigte sich mittlerweile für den Zwischenfall und erklärte, dass es zu einem Mißverständnis bei der Lieferung gekommen sei. „Das ist ein unentschuldbarer Fehler von uns“, hieß es auf der Instagram-Seite des FC Seoul.
Bei den Spielern der Heim-Mannschaft kam die weibliche Unterstützung von den Rängen offenbar an. Die Hauptstädter konnten das Spiel gegen Gwangju FC mit 1:0 gewinnen.

