Bundesweiter Missbrauchs-Fall: Lange Haft und Psychiatrie für Schänder-Soldat!

Moers/Bergisch Gladbach – Im bundesweiten Kindesmissbrauchsfall Bergisch Gladbach ist ein 27-Jähriger Soldat am Dienstag in Moers zu zehn Jahren Haft verurteilt und in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Der Soldat hatte teils schweren sexuellen Missbrauch an vier Kleinkindern in über 30 Fällen gestanden.

Dem Angeklagten Bastian S. (r) werden von einem Justizbeamten im Gerichtssaal die Handschellen abgenommen.

Von einem siebenjährigen Mädchen soll er eine kinderpornografische Aufnahme gemacht und Videos und Bilder von den Taten mit Chat-Partnern geteilt haben. 

Der Prozess fand in einer Außenstelle des Landgerichts Kleve statt.

Es war das erste Urteil in Nordrhein-Westfalen zu einem Netzwerk von Missbrauchsfällen in ganz Deutschland, das im Herbst vergangenen Jahres zuerst in Bergisch Gladbach entdeckt worden war.



Die Täter hatten dabei massenhaft Bilder und Videos getauscht und über Chats kommuniziert.

Seit Beginn der Ermittlungen hatte eine Ermittlungsgruppe der Kölner Polizei mit zuletzt 120 Beamten viele Terrabyte Daten und Videos durchforstet. Bundesweit wurden Tatverdächtige ermittelt, zahlreiche weitere Urteile sollen folgen. 

Allein in NRW spricht die Polizei von 21 Angeschuldigten, davon 9 in Untersuchungshaft. 40 Hinweise auf Straftaten seien an andere Bundesländer weitergeleitet worden