„Bahn wirtschaftlicher aufstellen“: Rechnungshof kritisiert Milliardenhilfen für die Bahn

Bahn wirtschaftlicher aufstellen

Die bundeseigene Bahn müsse wirtschaftlicher aufgestellt werden. «Ein «Weiter so» darf es angesichts der sich in der Krise nochmals verstärkt offenbarenden wirtschaftlichen Defizite und Fehlentwicklungen des Konzerns nicht mehr geben», warnt der Rechnungshof.

Die Bahn hatte seit März den größten Teil des Fahrplans aufrechterhalten, um eine Grundversorgung zu gewähren. Die Fahrgastzahlen sind jedoch um bis zu 90 Prozent eingebrochen – und damit die Einnahmen.

Der Bund beziffert den Corona-Schaden beim größten Staatskonzern auf 11 bis 13,5 Milliarden Euro. Geplant ist, das Eigenkapital der Bahn um 6,9 bis 8,4 Milliarden Euro zu erhöhen.

Die Bahn selbst will im Gegenzug in den nächsten Jahren bis zu 5,1 Milliarden Euro einsparen, davon 2 Milliarden Euro beim Personal. Einen Stellenabbau oder ein Ende der vielen Neueinstellungen soll es aber nicht geben.

Darauf einigte sich Konzernchef Richard Lutz am Dienstag mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), dem Konzernbetriebsrat sowie Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in einem «Bündnis für unsere Bahn».