Aachen – Bei den tödlichen Schüssen auf einen geflohenen Psychiatrie-Patienten in Aachen hat der 37-Jährige nach Angaben der Staatsanwaltschaft einer Geisel ein Messer an den Hals gehalten.

Der Mann habe auf einem belebten Spielplatz am Dienstagabend eine Mutter von hinten mit dem Messer bedroht, sagte Sprecherin Katja Schlenkermann-Pitts. Mit vorgehaltenen Waffen hätten die Polizisten den Mann mehrfach aufgefordert, von der Frau abzulassen und auch den Schusswaffengebrauch angedroht.
Als der Mann dem nicht nachkam, hätten zwei Polizisten geschossen «in einer klaren Nothilfelage». Die Beamten hätten davon ausgehen müssen, dass der 37-Jährige der Frau etwas antue. Gegen die Beamten werde nicht weiter ermittelt.
Der Straftäter sei von beiden Kugeln getroffen worden. Welche tödlich war, sei noch nicht klar. «Der 37 Jahre alte Mann ist in Folge der Schussverletzungen gestorben», sagte Oberstaatsanwältin Schlenkermann-Pitts. Die Polizei hatte sein Alter am Dienstag noch mit 38 Jahren angegeben. Der zweite ausgebrochene Patient im Alter von 43 Jahren habe sich dann problemlos festnehmen lassen.
Die als gewaltbereit geltenden Männer hatten laut Polizei am Montagabend im etwa 150 Kilometer entfernten Bedburg-Hau – ebenfalls in Nordrhein-Westfalen – einen Pfleger mit einem Messer bedroht und ihn gezwungen, die Außentür unter einem Vorwand öffnen zu lassen. Dann sollen sie im Auto des Pflegers geflüchtet sein.

