Köln – Wem hat dieser Löwe eigentlich was getan?

Das Denkmal am Porzer Rathaus mit Löwe und Pavillon, das an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Porzer Soldaten erinnert, wurde bereits 2016 Opfer von üblen Schmierereien, und das kurz nach seiner Restaurierung.
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Seinerzeit hatten Geschichtsvergessene mit dem Namen von Adolf Hitler das Monument besudelt. Doch nun, vier Jahre danach, erfuhr der Löwe an diesem Wochenende die nächste unfreiwillige Widmung.
Karl-Heinz Merfeld ist außer sich. Der Leiter des Bürgeramts Köln-Porz entdeckte die Schmierereien am Rathaus-Löwen sowie am Denkmal am Rheinufer.
Köln-Porz: Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs
„FCK CPS“ prangt dort, wo die Inschrift in Versen an die Gefallenen zwischen 1914 und 1918 erinnern soll.
Offenbar im Zuge der Demonstrationen in Gedenken an den Rassismus-Wahnsinn in den USA und den ermordeten George Floyd hatten Unbekannte die Löwen mit schwarzen Lettern bedacht.
„RIP George“, heißt es da. Viele Kölner solidarisierten sich mit der Anti-Rassismus-Bewegung in den Staaten am Wochenende. Doch allerdings ist diese wichtige Botschaft wohl kaum in dieser Form auf einem Denkmal, das an die Toten des 1. Weltkriegs erinnert, angebracht.
Merfeld total empört zum BILD: „Die Anzeige gegen Unbekannt werde ich am Montag stellen. Die KASA (Kölner Antispray Aktion) erhält Montag den Auftrag hier zu retten, was zu retten ist. Allerdings ist der Porzer Löwe sehr großflächig beschädigt.“
Merfeld weiter: „Die Porzerinnen und Porzer haben ja fast alle unisono ihr Entsetzen dokumentiert. Es ist mir dabei egal, ob die Idioten, die das machen, von links oder rechts kommen. Die gehören bestraft!“

Schade, dass die Demos für Vielfalt und gegen Schwarz-weiß- Denken an der Deutzwer Werft unweit einen bitteren Beigeschmack erhielten. Verschandelungen an Kunstwerken und Denkmälern scheinen dieser Tage leider das Stadtbild zu prägen.
Unlängst hatten Unbekannte auch das Wanddenkmal von Rolly Brings am Ehrenfelder Bahnhof mit Graffiti besudelt.
Einfach schade!

