Messer-Streit um Freundin: 18-Jähriger soll Bar-Angestelltem ins Herz gestochen haben

Es war eine Auseinandersetzung, die für einen Mann beinahe tödlich endete: Im Dezember vergangenen Jahres gerieten ein Gast und ein Angestellter (beide 18) im Levantehaus in der Innenstadt aneinander. Plötzlich brach der Angestellte mit einem Stich ins Herz zusammen. Jetzt kommt der mutmaßliche Täter vor Gericht.

Polizisten sperren nach der blutigen Auseinandersetzung einen Bereich im Levantehaus ab.

Es war ein Montagabend im Dezember gegen 21 Uhr. In der „Bar Levante“ herrschte reger Betrieb. Plötzlich wurde es laut, zwei Männer prügelten aufeinander ein. Dann zog einer ein Küchenmesser, rammte es seinem Kontrahenten in die Brust und flüchtete.

Opfer bricht in der „Bar Levante“ zusammen

Das Opfer brach blutend zusammen, erlitt eine lebensgefährliche Herzstichverletzung, überlebte jedoch.

Den mutmaßlichen Täter schnappte die Polizei kurz nach der Tat in Wilhelmsburg im Flur eines Wohnhauses in Kirchdorf-Süd. Opfer und Täter waren laut Staatsanwaltschaft schon über mehrere Jahre befreundet, jedoch wegen ihrer jeweiligen Freundinnen, die sich ebenfalls kannten, in Streit geraten. Der mutmaßliche Täter soll dem Opfer bereits vor der Tat gedroht haben und das Messer mit an den Tatort gebracht haben.

Jetzt wird dem 18-Jährigen vor der Jugendkammer der Prozess gemacht. Ab Dienstag muss er sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten.