Mordfall Maddie: Verteidiger von Christian B. schmeißen hin

Bielefeld/Braunschweig Die Verteidiger des im Fall Maddie Mordverdächtigen haben ihr Mandat niedergelegt. Dies sei der zuständigen Ermittlungsbehörde angezeigt worden, teilten die Anwälte Jan-Christian Hochmann und David Volke der Deutschen Presse-Agentur mit.

Grausames Chatprotokoll: Christian B. hat Kindsmissbrauch ...

Eine Begründung für die Rückgabe des Mandats wollten sie am Mittwoch auf Nachfrage nicht abgeben.

Die beiden Anwälte waren nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche von dem 43-jährigen Beschuldigten mit der Verteidigung beauftragt worden. Der mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestrafte Christian B. sitzt derzeit in Kiel eine Haftstrafe in einem anderen Fall ab.



Am vergangenen Mittwoch hatten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig überraschend bekanntgegeben, dass der 43-Jährige in dem Fall Maddie unter Mordverdacht steht.

Fall Maddie: Verdächtiger in anderen Gefängnistrakt verlegt

Derweil ist Christian B. aus Sicherheitsgründen in einen anderen Gefängnistrakt verlegt worden. Das teilte Schleswig-Holsteins Justizminister Claus Christian Claussen (CDU) am Mittwoch in Kiel im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags mit.

Der Mann sitzt demnach in einer Einzelzelle. Er dürfe auch nur einzeln und in Begleitung von Wachpersonal aus der Zelle. So wolle man verhindern, dass möglicherweise Mitgefangene den Häftling attackieren. 

Das damals dreijährige britische Mädchen Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 spurlos aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Die Ermittler in Deutschland sind überzeugt, dass das Kind tot ist.