GdP-Umfrage: Hälfte aller Polizisten im Saarland sind unzufrieden mit ihrem Job

Saarbrücken – Wie aus einer Mitgliederbefragung der saarländischen Gewerkschaft der Polizei (GdP) hervorgeht, ist rund die Hälfte der Polizistinnen und Polizisten im Saarland nicht mehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Viele Polizeikräfte fühlen sich insbesondere durch die dünne Personaldecke bei der Polizei überlastet.

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Nur die Hälfte aller Polizistinnen und Polizisten im Saarland ist mit den Arbeitsbedingungen bei der Polizei im Saarland zufrieden. Dies ergab eine aktuelle Umfrage der GdP, an der sich rund 1.000 saarländische Polizeikräfte beteiligt haben.

Hauptgrund für die Unzufriedenheit der Polizistinnen und Polizisten sei die erhöhte Arbeitsbelastung. So klagen gleich drei von vier Befragten über eine Überlastung. Bereits zu Beginn des Jahres machte der saarländische GdP-Vorsitzende David Maaß im BILD-Gespräch auf die Personalnot bei der saarländischen Polizei aufmerksam. Laut Maaß arbeiten immer mehr Polizeikräfte an ihrer Belastungsgrenze, was zu immer mehr Krankheitstagen führe.

Saarländischer Polizei droht weiterer Personalverlust

Wie ernst die Lage bei der saarländischen Polizei derzeit ist, zeigen die weiteren Zahlen. So gab fast die Hälfte aller Befragten an, dass sie sich nach einem anderen Job umschauen. So liebäugeln die Befragten mit einem Wechsel in andere Bundesländer, zur Bundespolizei oder gar in eine komplett andere Branche. Knapp 40 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die den Polizeijob nicht erneut wählen würden, wenn sie wieder zu Beginn ihrer Berufslaufbahn stünden. 

Laut GdP bestätige die Studie einen erschreckenden Trend. Man sei aktuell dabei, einen Großteil der Beschäftigten bei der saarländischen Polizei zu verlieren. Es liege nun an der Politik für mehr Personal und bessere Beförderungsmöglichkeiten bei der Polizei zu sorgen.