
Köln – Was für ein Ausraster in der Notaufnahme des Krankenhauses Merheim! Dort erteilten Polizisten am Freitagmorgen (24. Juli) einem Mann einen Platzverweis.
Der 41-Jährige soll dort zuvor für Einsätze des Sicherheitsdienstes gesorgt haben, da er gegenüber dem Personal der Klinik aggressiv geworden war.
Doch die bloße Aufforderung, zu gehen, reichte nicht. Der Mann war uneinsichtig und wurde deshalb von den Beamten in Gewahrsam genommen und nach draußen begleitet. Die Polizisten wollten den Mann fesseln, doch das sorgte gleich für die nächste Eskalation: Er sperrte sich und wurde wieder aggressiver.
Wie aggressiv, das musste kurz darauf einer der Polizisten schmerzhaft erfahren. Als er und seine Kollegen versuchten, den 41-Jährigen zu Boden zu bringen, biss er einen Beamten in die Hand, zerkratzte ihm das Gesicht, schlug um sich und versuchte erneut zu beißen.
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Gefesselt fuhren die Einsatzkräfte den Täter in das Polizeigewahrsam. Hier wurde der Mann auch verbal aggressiv, beleidigte die Einsatzkräfte „mit Begriffen aus der Fäkalsprache und Vorwürfen im Kontext des Nationalsozialismus”, wie es im Bericht der Polizei heißt.
Ein Polizist musste nach dem Einsatz ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Er war nicht mehr dienstfähig. Der 41-jährige Täter muss sich nun in einem Verfahren wegen Widerstands und Beleidigung verantworten.
Zu einem ähnlichen Vorfall kam es am späten Donnerstagabend (23. Juli) vor einem Fast-Food-Restaurant am Rudolfplatz. Dort hatte ein Jugendlicher randaliert. Als die Polizei vor Ort war, verweigerte er die Nennung seiner Personalien. Gegen 23.55 Uhr wollten die Polizisten ihn durchsuchen, wogegen er sich wehrte und nach den Beamten schlug.
Der junge Mann wurde zu Boden gebracht und gefesselt. Dabei habe er mehrfach gezielt in Richtung der Beamten getreten. Auch er beschimpfte die Polizisten als „Nazis” und mit anderen Ausdrücken. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von zwei Promille.
Auf der Polizeiwache stellten die Polizisten die Personalien des 15-Jährigen fest. Es handelt ich um einen jugendlichen Intensivtäter. Er wurde von seiner Erziehungsberechtigten abgeholt. Auch in seinem Fall ermittelt die Kriminalpolizei wegen Widerstands und Beleidigung.

