Saar-Landtag: Schwule sollen leichter Blut spenden können

Coronakrise: DRK-Blutspende-Aktion im Deutschen Haus | shz.de

Homosexuelle Männer müssen in Deutschland ein Jahr warten, bis sie nach dem Geschlechtsverkehr Blut spenden dürfen. Der Saar-Landtag hat jetzt dafür gestimmt, diese „Rückstellung“ zu verkürzen.

Der saarländische Landtag hat sich gegen eine Diskriminierung von homosexuellen Männern beim Blutspenden ausgesprochen.

Die Abgeordneten beschlossen am Mittwoch in Saarbrücken einstimmig einen von CDU und SPD eingebrachten Antrag, wonach die bisher für Blutspenden noch geltende „Rückstellung“ Homosexueller für die Dauer von zwölf Monaten deutlich verkürzt werden solle.

Saar-Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) ist entsetzt über die ‚Rückstellung‘: „Das ist eine Diskriminierung von ehrenwerten Personengruppen“, so die Ministerin. Das werde sich zukünftig ändern, versprach Bachmann.

Der Linkspolitiker nannte den Antrag der beiden Koalitionsfraktionen «scheinheilig» und glaubt nicht, dass sich etwas ändern werde: schon 2016 habe der Landtag ein ähnliches Thema debattiert, anschließend sei nichts passiert – noch immer nicht!

Derzeit dürfen wegen möglicher Infektionsgefahren – beispielsweise durch HIV – homosexuelle Männer erst zwölf Monate nach ihrem letzten Geschlechtsverkehr Blut spenden.