Horror-Unfall: Sina (15) stirbt am Bahnübergang

Das rote Rad des Mädchens wurde in den Graben geschleudert

Rheda-Wiedenbrück (NRW) – Das rote Fahrrad liegt völlig zerbeult im Schotter. Es ist das, was nach einem tödlichen Unfalldrama übrig blieb.

Am frühen Montagabend fuhr Sina S. (15) stadtauswärts durch Rheda-Wiedenbrück (NRW). Wie BILD von Klassenkameraden des Mädchens erfuhr, wollte sie wohl ins Fitnessstudio, das nur wenige 100 Meter hinter dem Bahnübergang liegt.

Die Gesamtschülerin war auf dem Gehweg unterwegs, wollte zwischen zwei Andreaskreuzen die Bahnstrecke passieren. In dieser Sekunde kam von links die Eurobahn.

Der Tod von Sina S. (15) gibt Rätsel auf. Hörte sie den Zug nicht?
Der Tod von Sina S. (15) gibt Rätsel auf. Hörte sie den Zug nicht?

Sofort stoppte der Lokführer den Zug mit Ziel Münster. Er war mit 25 Fahrgästen besetzt, um die sich Feuerwehrleute und Notfallmanager der Bahn kümmerten.

Warum es zu dem schrecklichen Unfall kommen konnte, ist noch nicht klar. Fest steht: Die Straße am Bahnübergang ist durch Schranken gesichert, der Gehweg, den die Radfahrerin benutzte, hat keine Schranken, sondern rote Blinklichter und Andreaskreuze.

Nach aktuellem Ermittlungsstand funktionierte die Anlage technisch einwandfrei. Polizeisprecher Mark Kohnert (45): „Das hat auch der Zugführer bestätigt. Darüber hinaus hat er angegeben, beim Heranfahren an den Übergang mehrfach die üblichen Warntöne abgegeben zu haben.“

Am Unglücksort wurden neben dem Rad auch das Handy und Ohrhörer sichergestellt. Ob diese beim tödlichen Drama eine Rolle gespielt haben könnten, ermitteln Spezialisten der Polizei.

Nach Abschluss der Untersuchungen an der Eurobahn übernahm ein Ersatz-Fahrer den Zug, brachte die Fahrgäste nach Münster. Zwei Stunden lang blieb die Unfallstelle für Autos voll gesperrt.